Tomate (Fleisch-): 'Schwarzes Ochsenherz' ProSpecieRara GE-104689
Beschreibung
Solanum lycopersicum 'Schwarzes Ochsenherz'
Diese herzförmige Tomate zieht alle Blicke auf sich. Ihre sonnenzugewandten Stellen sind ganz dunkelviolett, fast schwarz gefärbt, was bei Tomaten immer noch eher selten zu sehen ist. Die Früchte sind reif, sobald sich ihre grüne Rückseite zu einem intensivem rot umfärbt. Im Inneren sind die Früchte bei Reife ebenfalls rot gefärbt. Eine leckere Fleischtomate für Salate, Saucen oder allerlei sommerliche Schmausereien. Wird nicht sehr hoch aber bildet reichlich grosse Früchte. Eher für gut geschützten Anbau im Gewächshaus oder Folienhaus geeignet.
Weitere Informationen finden sich im ProSpecieRara-Sortenfinder unter: GE-104689
Die allermeisten Tomatensorten (mit Ausnahme der Wildtomaten und einigen besonders robuste Sorten) benötigen einen regengeschützten Standort, da sie sonst früher oder später von der gefürchteten Krautfäule befallen werden. Empfehlenswert sind leicht überdachte Balkone, Terrassen oder geschützte Standorte entlang einer Hauswand. Wer über ein Gewächshaus oder einen Folientunnel verfügt ist natürlich sehr im Vorteil. Desweitern ist ein vollsonniger Standort eine Hauptvoraussetzung für gutes Gedeihen.
Wer seine Tomaten in Töpfen oder an der Hauswand anbaut, dem empfehle ich mit der Anzucht ab mitte März zu beginnen. Wer seinen Pflanzen später ein Gewächshaus bieten kann, darf gut auch schon ab anfangs März damit beginnen. Tomaten sind sehr lichthungrige und wärmebedürftige Gewächse. Für die Anzucht ist also ein sehr heller Fensterplatz notwendig, da die Keimlinge bei Lichtmangel schnell vergeilen. Die Samen ca. 1-2 mm tief in Aussaaterde einsäen und um 20° mässig feucht galten. Sobald neben den Keimblättern auch die ersten richtigen Blätter sichtbar sind, kann pikiert werden. Beim Pikieren die Sämlinge möglichst tief vereinzeln, sodass nur noch ca. 0,5 cm vom Stielende und die Keimblätter sichtbar sind. Dieses Tieferlegen hilft den Keimlingen, am Haupttrieb neue Wurzeln (sogenannte Adventivwurzeln) zu bilden. Diese helfen der Pflanze die ganze Saison hindurch, sich mit zusätzlichem Wasser und Nährstoffen versorgen und bewirken ein rundum besseres Gedeihen. Nach den letzten Frösten können die Setzlinge dann abgehärtet und ausgepflanzt werden. Es lohnt sich, dazu eine stabile Warmwetterphase abzuwarten, da die Jungpflanzen bei kühlem Wetter gerne in eine Wachstumsstarre fallen. Wer über ein Gewächshaus verfügt, kann schon früher mit dem Auspflanzen beginnen. Beim Auspflanzen die Setzlinge ebenfalls wieder etwas tieferlegen, um erneut zusätzliches Wurzelwachstum anzuregen. Tomaten sind Starkzehrer und daher ist darauf zu achten, dass der Boden oder das Substrat gut mit Nährstoffen versorgt sind. Zu Saisonbeginn empfiehlt sich eine grosse Gabe Kompost oder Langzeitdünger.
Die Tomatenpflanzen sollten unbedingt gestützt werden. Besonders Fleischtomaten mit ihren vielen schweren Früchten können ein beachtliches Gewicht auf die Wage bringen. Es lohnt sich also, auf stabile Konstruktionen zu setzten. Fleisch-, Salat- und Saucentomaten werden eintriebig gezogen. Dazu werden alle aus den Blattachseln spriessenden Geiztriebe am Haupttrieb entfernt. So werden alle verfügbaren Nährstoffe in die Bildung von grossen Früchten gesteckt. Zudem sind diese Sortentypen oft etwas anfälliger für Krautfäule und mit dem Ausgeizen wird auch hier entgegengewirkt. Denn Krautfäule entsteht, wenn die Tomatenblätter über eine längere Zeit feucht bleiben. Mit dem Ausgeizen wachsen die Pflanzen etwas lockerer und können eben bei feuchter Witterung oder nach dem Morgentau schneller wieder abtrocknen. Cherry-, Pflaumen-, und Wildtomaten sind hier etwas toleranter und können auch gut zwei- oder mehrtriebig gezogen werden. Dazu den ersten oder die ersten beiden Geiztriebe stehen lassen und erst dann mit dem ausgeizen beginnen.
Den Boden unter meinen Tomaten mulche ich gerne mit Rasenschnitt und unterpflanze sie mit Tagetes, Gurken, Melonen oder Basilikum. Durch die Abdeckung des Bodens fällt es den im Boden lauernden Sporen der Krautfäule schwerer auf die Tomatenblätter zu gelangen und sich dort einzunisten. Auch die generellen Vorteile von Mischkultur und die weniger schnelle Austrocknung des Bodens durch mulchen sind zu loben. Sobald die Pflanzen etwas grösser sind entferne ich gerne laufend ihre untersten, alten Blätter. Auch dies verbessert wieder die Luftzirkulation, beschleunigt das Abtrocknen der Blätter und beugt somit Krautfäule vor.
All diese Informationen sollen nur als Anhaltspunkte dienen und nicht abschrecken. Es gibt viele Möglichkeiten Tomaten anzubauen und ich möchte an dieser Stelle ermutigen, es doch einfach mal auszuprobieren und Erfahrungen zu sammeln :-)
Aussaatmethode: Voranzucht
Aussaatzeitpunkt: Mitte März
Optimale Keimtemperatur: um 20°C
Saattiefe: Samendick mit Erde abdecken
Auspflanzen: Nach den letzten Frösten (Gewächshaus bereits etwas früher)
Wuchshöhe: Bis 1,5 Meter
Standort: Möglichst sonnig
Lebensdauer: Einjährig
Besonderheiten: Fast schwarze, herzförmige Früchte
Packungsinhalt: Mindestens 20 Samen, für mindestens 12-15 Pflanzen
Platzbedarf: Aufgebunden: 4 Pflanzen pro Quadratmeter
Keimfähigkeit: 3-4 Jahre
Jegliches Saatgut immer trocken, dunkel, kühl und vor Schädlingen geschützt lagern!
