Tomate (Cherry-): 'Barry's Crazy Cherry' (Multiflora)

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Beschreibung

Solanum lycopersicum var. cerasiforme 'Barry's Crazy Cherry'


Diese Cherrytomate aus den USA ist wirklich crazy! Als Sorte vom sogenannten Multiflora-Typ bildet sie fächerförmige, reich verzweigte Blütenstände welche noch und nöcher mit kleinen Früchtchen behangen sind. Ihre Früchte sind etwas kleiner als klassische Cherrytomaten, hellgelb, tropfenförmig und leicht spitz zulaufend. Hervorragende, süssliche Naschsorte welche bereits früh reif wird. Es lohnt sich die Pflanzen gut zu stützen, da ihre grossen Fruchtstände recht schwer werden können. Ich ziehe die Sorte gerne eintriebig, damit sie ihre Energie auf ein paar einzelne Fruchtstände konzentrieren kann. Leichtes schütteln der Blütenstände hilft die Bestäubung der vielen Blüten zu verbessern. Die Sorte sollte regelmässig und reichlich gegossen werden, damit sich auch aus jeder Blüte ein Früchtchen entwickeln kann. Die Sorte eignet sich für den Anbau in Töpfen (wirklich viel giessen), im Gewächshäuschen oder an der leicht überdachten Hauswand. Fürs volle Freiland ist sie nicht wirklich geeignet.


Die allermeisten Tomatensorten (mit Ausnahme der Wildtomaten und einigen besonders robuste Sorten) benötigen einen regengeschützten Standort, da sie sonst früher oder später von der gefürchteten Krautfäule befallen werden. Empfehlenswert sind leicht überdachte Balkone, Terrassen oder geschützte Standorte entlang einer Hauswand. Wer über ein Gewächshaus oder einen Folientunnel verfügt ist natürlich sehr im Vorteil. Desweitern ist ein vollsonniger Standort eine Hauptvoraussetzung für gutes Gedeihen.


Wer seine Tomaten in Töpfen oder an der Hauswand anbaut, dem empfehle ich mit der Anzucht ab mitte März zu beginnen. Wer seinen Pflanzen später ein Gewächshaus bieten kann, darf gut auch schon ab anfangs März damit beginnen. Tomaten sind sehr lichthungrige und wärmebedürftige Gewächse. Für die Anzucht ist also ein sehr heller Fensterplatz notwendig, da die Keimlinge bei Lichtmangel schnell vergeilen. Die Samen ca. 1-2 mm tief in Aussaaterde einsäen und um 20° mässig feucht galten. Sobald neben den Keimblättern auch die ersten richtigen Blätter sichtbar sind, kann pikiert werden. Beim Pikieren die Sämlinge möglichst tief vereinzeln, sodass nur noch ca. 0,5 cm vom Stielende und die Keimblätter sichtbar sind. Dieses Tieferlegen hilft den Keimlingen, am Haupttrieb neue Wurzeln (sogenannte Adventivwurzeln) zu bilden. Diese helfen der Pflanze die ganze Saison hindurch, sich mit zusätzlichem Wasser und Nährstoffen versorgen und bewirken ein rundum besseres Gedeihen. Nach den letzten Frösten können die Setzlinge dann abgehärtet und ausgepflanzt werden. Es lohnt sich, dazu eine stabile Warmwetterphase abzuwarten, da die Jungpflanzen bei kühlem Wetter gerne in eine Wachstumsstarre fallen. Wer über ein Gewächshaus verfügt, kann schon früher mit dem Auspflanzen beginnen. Beim Auspflanzen die Setzlinge ebenfalls wieder etwas tieferlegen, um erneut zusätzliches Wurzelwachstum anzuregen. Tomaten sind Starkzehrer und daher ist darauf zu achten, dass der Boden oder das Substrat gut mit Nährstoffen versorgt sind. Zu Saisonbeginn empfiehlt sich eine grosse Gabe Kompost oder Langzeitdünger.


Die Tomatenpflanzen sollten unbedingt gestützt werden. Besonders Fleischtomaten mit ihren vielen schweren Früchten können ein beachtliches Gewicht auf die Wage bringen. Es lohnt sich also, auf stabile Konstruktionen zu setzten. Fleisch-, Salat- und Saucentomaten werden eintriebig gezogen. Dazu werden alle aus den Blattachseln spriessenden Geiztriebe am Haupttrieb entfernt. So werden alle verfügbaren Nährstoffe in die Bildung von grossen Früchten gesteckt. Zudem sind diese Sortentypen oft etwas anfälliger für Krautfäule und mit dem Ausgeizen wird auch hier entgegengewirkt. Denn Krautfäule entsteht, wenn die Tomatenblätter über eine längere Zeit feucht bleiben. Mit dem Ausgeizen wachsen die Pflanzen etwas lockerer und können eben bei feuchter Witterung oder nach dem Morgentau schneller wieder abtrocknen. Cherry-, Pflaumen-, und Wildtomaten sind hier etwas toleranter und können auch gut zwei- oder mehrtriebig gezogen werden. Dazu den ersten oder die ersten beiden Geiztriebe stehen lassen und erst dann mit dem ausgeizen beginnen.


Den Boden unter meinen Tomaten mulche ich gerne mit Rasenschnitt und unterpflanze sie mit Tagetes, Gurken, Melonen oder Basilikum. Durch die Abdeckung des Bodens fällt es den im Boden lauernden Sporen der Krautfäule schwerer auf die Tomatenblätter zu gelangen und sich dort einzunisten. Auch die generellen Vorteile von Mischkultur und die weniger schnelle Austrocknung des Bodens durch mulchen sind zu loben. Sobald die Pflanzen etwas grösser sind entferne ich gerne laufend ihre untersten, alten Blätter. Auch dies verbessert wieder die Luftzirkulation, beschleunigt das Abtrocknen der Blätter und beugt somit Krautfäule vor.


All diese Informationen sollen nur als Anhaltspunkte dienen und nicht abschrecken. Es gibt viele Möglichkeiten Tomaten anzubauen und ich möchte an dieser Stelle ermutigen, es doch einfach mal auszuprobieren und Erfahrungen zu sammeln :-)


Aussaatmethode: Voranzucht

Aussaatzeitpunkt: Mitte März

Optimale Keimtemperatur: um 20°C

Saattiefe: Samendick mit Erde abdecken

Auspflanzen: Nach den letzten Frösten (Gewächshaus bereits etwas früher)

Wuchshöhe: Ca. 1,8 m

Standort: Möglichst sonnig

Lebensdauer: Einjährig

Besonderheiten: Sehr ertragreiche Multiflora-Sorte, die grosse Fruchtstände mit Unmengen kleiner Früchtchen bildet


Packungsinhalt: Mindestens 20 Samen, für mindestens 12-15 Pflanzen

Platzbedarf: Aufgebunden: 4 Pflanzen pro Quadratmeter

Keimfähigkeit: 3-4 Jahre

Jegliches Saatgut immer trocken, dunkel, kühl und vor Schädlingen geschützt lagern!